Organisation: Johannes Gutenberg-Universität Mainz > Fachbereich 08 > Institut für Physik > Arbeitsgruppe Experimentelle Teilchen- & Astroteilchenphysik (ETAP) > AG Oberlack
Forschung: Johannes Gutenberg-Universität Mainz > Fachbereich 08 > Physik > Astroteilchen- & Neutrinophysik > AG Oberlack
Willkommen auf der Webseite der Arbeitsgruppe Oberlack an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Im Folgenden finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Forschungsthemen, an denen die Gruppe arbeitet. Am prominentesten sind die direkte Suche nach dunkler Materie mit dem XENONnT-Experiment und die Arbeit an COSI – einem Compton-Imager-Satelliten für MeV-Gammastrahlen. Wir betreiben auch Forschung und Entwicklung für ein zukünftiges Experiment zur direkten Suche nach dunkler Materie und für eine Compton-Kamera. Weitere Details finden Sie unten.
Wenn Sie Interesse an einer Bachelor- oder Masterarbeit bei uns haben, wenden Sie sich an Uwe Oberlack oder einen der Postdocs. Falls Sie wünschen, dass einer von uns ein Thema vorstellt, nehmen Sie bitte Kontakt auf!
Die Gruppe trägt zum XENONnT-Experiment bei, das im Kern eine Dual-Phase-Zeitprojektionskammer hat und sich in Halle B der INFN Laboratori Nazionali del Gran Sasso, einem Labor in Italien, befindet. Das Experiment verwendet 5,4 Tonnen flüssiges Xenon als Streuziel, um nach dunkler Materie zu suchen, beispielsweise nach dem Weakly Interacting Massive Particle. Klicken Sie auf „Mehr erfahren“, um weitere Informationen über dunkle Materie, das Experiment und seine Technologie sowie die Beiträge der Mainzer Gruppe zu erhalten.
Der weiche/mittlere Gammastrahlenbereich ist der astrophysikalisch am wenigsten erforschte Bereich des elektromagnetischen Spektrums. Die Empfindlichkeit aktueller Missionen ist um Größenordnungen schlechter als in benachbarten Bändern, was auf hohe instrumentelle und atmosphärische Hintergründe, niedrige Wechselwirkungsquerschnitte und die inhärente Schwierigkeit der Bildgebung bei diesen Energien zurückzuführen ist. Es bleibt ein äußerst interessanter Bereich, der die Positronenvernichtungslinie, Signaturen der stellaren Nukleosynthese, Emissionen aus den extremsten Umgebungen und Multi-Messenger-Astrophysik beherbergt. In unserer Gruppe arbeiten wir am Compton Spectrometer and Imager (COSI) – einer Mission, die sich der Erforschung dieses Energiebereichs widmet.
Die MainzTPC ist unsere lokale Dual-Phase-TPC mit einem Bestand von etwa 300 g flüssigem Xenon. Wir nutzen sie, um Technologie für zukünftige Detektoren für dunkle Materie zu entwickeln. Im Moment rüsten wir ihren Auslesebereich mit Silizium-Photomultipliern auf und überarbeiten die Art und Weise, wie wir die TPC befüllen und einstellen.
Nach dem Upgrade ist es das Ziel, die TPC einzusetzen, um den Migdal-Effekt in Xenon zu messen.
Als XENON- und Darwin-Mitglied ist die Gruppe an den Bemühungen beteiligt, die nächste Generation von Xenon-gefüllten Dual-Phase-Zeitprojektionskammern zu entwickeln. Zusammen mit den Kollegen (und Wettbewerbern) der LZ-Kollaboration haben die XENON- und Darwin-Mitarbeiter die XLZD-Kollaboration gegründet. Erfahren Sie mehr über unsere Arbeit auf dem Weg zum ultimativen Xenon-gefüllten Dark Matter-Observatorium, indem Sie auf „Mehr erfahren“ klicken.
(XeLiPS ist ein Acronym und steht für „Xenon Liquefaction Purification and Storage“)
Die im Bau befindliche Xenon-Verflüssigungsanlage dient in der Zukunft der Speicherung, Reinigung und Verteilung von bis zu 500 kg flüssigem Xenon an zwei benachbarte Labore. Ein kryogener Vorratstank ermöglicht die sichere Aufbewahrung des Xenons sowohl im flüssigen als auch im gasförmigen Zustand. Das Kühlsystem basiert auf einem thermoakustischen Pulsrohrkühler mit flüssigstickstoffgestütztem Backup. Die Reinigung erfolgt im Gaszustand mit einem speziell entwickelten Wärmeübertrager, wodurch der Kühlbedarf um bis zu 90 % reduziert wird. Ein schnelles Rückgewinnungssystem gewährleistet einen sicheren Betrieb und eine effiziente Handhabung des Xenons. Mehr Informationen zur Anlage und zur durch die Anlage versorgten Experimenten werden in Zukunft unter dem seitlich stehenden Link zu finden sein.
(Lokalisierung und Charakterisierung von radioaktivem Material mit modernen bildgebenden und spektrometrischen Verfahren der Szintillationsmesstechnik)
Gemeinsam mit Partnern von Hellma Materials, Brenk Systemplanung, dem Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen (INT) und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg planen wir den Einsatz von Szintillations-basierten Compton-Kameras und -Spektrometern für die Stilllegung von Kernkraftwerken. Unsere Gruppe wird mit Unterstützung des PRISMA Detectorlab eine Compton-Kamera mit CeBr3– und Plastikszintillatoren mit hoher räumlicher Auflösung und Zeitauflösung entwickeln, wobei Silizium-Photomultiplier-Arrays (SiPM-Arrays) zur Auslesung und speziell entwickelte Elektronik zum Einsatz kommen. Im Erfolgsfall könnten solche Technologien auch für die Sortierung und Charakterisierung von radioaktiven Abfällen relevant werden. Ähnliche Technologien werden für das Kalorimeter von weltraumgestützten Compton-/Paarteleskopen wie newASTROGAM diskutiert.
Alle Veröffentlichungen, einschließlich Bachelor- und Masterarbeiten sowie Dissertationen und Konferenzbeiträge, finden Sie unter dem Link „Alle Veröffentlichungen“ auf der rechten Seite. Nachfolgend finden Sie unsere 10 neuesten Arbeiten.
Savitri Gallego et al 2026 ApJ 997 284
2026
Shumit Mitra et al 2026 JINST 21 P01034
2026
Alexander Deisting et al 2026 JINST 21 P01033
2026
Savitri Gallego et al 2025 ApJ 986 116
2025
Aprile, E., Aalbers, J., Abe, K. et al. (XENON collaboration), Eur. Phys. J. C 85, 695 (2025).
2025
E. Aprile, J. Aalbers, K. Abe et al. (XENON Collaboration), Phys. Rev. D 111, 103040
2025
E. Aprile, J. Aalbers, K. Abe et al. (XENON Collaboration), Phys. Rev. Lett. 134, 161004
2025
Aprile, E., Aalbers, J., Abe, K. et al. (XENON collaboration), Phys. Rev. Lett. 134, 111802
2025
Aprile, E., Aalbers, J., Abe, K. et al. (XENON collaboration), Phys. Rev. D 111, 062006
2025
M. Adrover, L. Althueser, B. Andrieu et al. (DARWIN Collaboration), Eur. Phys. J. C 84, 88 (2024)
2024
Zu gegebener Zeit werden wir spezifischere Angebote für Bachelor- und Masterarbeiten sowie HiWi-Stellen hinzufügen. Bis dahin können Sie sich jederzeit an uns wenden – wir haben immer spannende Forschungsprojekte für interessierte Studierende und meistens auch HiWi-Stellen.
In der Gruppe bieten wir Bachelor- und Masterarbeiten zu den oben genannten Forschungsthemen an. Um genauer zu sein, umfassen die Themen:
- Hardware/Instrumentierung
- Simulationen
- Elektronik
- Datenanalyse
Nehmen Sie gerne Kontakt zu Prof. Oberlack und/oder einem anderen Gruppenmitglied auf, um in einem ersten Gespräch zu klären, was möglich wäre!
Ziel dieses Fortgeschrittenen-Praktikumsprojekts ist es, interessierte Studierende durch den Prozess der Einrichtung einer funktionierenden Detektorsimulation mit GEANT4 und allgemeinen Monte-Carlo-Techniken zu führen und Detektorleistungsschätzungen im Kontext des direkten Nachweises dunkler Materie abzuleiten.. Somit sind die erlernten Techniken auch auf eine Vielzahl anderer Experimente anwendbar, nicht nur auf die, an denen wir in der Gruppe arbeiten.
Interessierte Studierende sollten über Grundkenntnisse in objektorientierter Programmierung, fortgeschrittene Kenntnisse in der Programmierung, und zumindest Grundkenntnisse in C++ verfügen. Vorkenntnisse in Detektorphysik sind hilfreich, aber nicht zwingend erforderlich.
Das Projekt ist für kleine Gruppen von 2 Studierenden gedacht. Der Zeitrahmen des Projekts beträgt zwei Wochen für die Implementierung der Simulation in unserer Gruppe, gefolgt von weiteren zwei Wochen für die Analyseaufgaben. Es wird dringend empfohlen, die vorlesungsfreie Zeit für das Projekt zu nutzen.
Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter dem Link auf der linken Seite!
In unregelmäßigen Abständen veranstalten wir einen Journal Club zur Mittagszeit, bei dem eine Person einen Artikel vorstellt, den sie interessant fand. (Der nicht unbedingt mit der Forschung der Gruppe zusammenhängt.) Die Veranstaltung ist gruppenintern, aber wenn Sie die Gruppe in einem informellen Rahmen beim Mittagessen kennenlernen und etwas über ein wissenschaftliches Thema erfahren möchten, sind Sie herzlich eingeladen, daran teilzunehmen! Nehmen Sie Kontakt auf, um herauszufinden, wann wir den nächsten Journal Club veranstalten.
Für allgemeine Anfragen zu offenen Forschungsstellen wenden Sie sich bitte an jobs-grp-oberlack@uni-mainz.de